Freitag, 30. Januar 2009

Trekking-Tour ODER Klassenfahrt?

So, jetzt ist es soweit!

Ich bin wieder zu Hause in der Zivilisation *hurra*!!!

Ich habe eine Klassenfahrt mitgemacht, die im Grunde eine Trekking-Tour war ... wir waren drei Guides, zwei Lehrer, 19 Schüler und ich. Alle gemeinsam sind wir mit dem miesen Gefühl losgefahren, dass es auf dem Doi Inthanon (höchster Berg Thailands) ziemlich kalt sein soll und wir in den Bambushütten nachts vermutlich erfrieren werden. Wir wurden zum Glück eines Besseren belehrt: Man erfriert nicht so schnell wie man möchte ;-) Die Nächte waren zwar eisig kalt, aber wir hatten immer zwischen drei und fünf Decken pro Person zur Verfügung, die wir auch gut genutzt haben! Deshalb konnten wir die Tour doch relativ genießen!



Außerdem gab es abends immer ein Lagerfeuer, an dem man sich vorher aufwärmen konnte. Dies wurde vor allem am zweiten Abend gut genutzt, um zunächst Horrorszenarien "Bloody Mary", "WOW" und ähnliche Dinge vorzuspielen und hinterher so viele Gruselgeschichten zu erzählen, bis sie sich wiederholten^^










Tagsüber mussten wir ziemlich viele Hügel bewältigen, mit Rucksäcken hintendrauf. Mittagspause, Badegelegenheit und Dusche war meistens ein Wasserfall. Insgesamt haben wir vier gesehen, von denen einer schöner als der andere war... Das Essen gestaltete sich immer ziemlich ähnlich *ggg* Reis, Reis, Reis, Reis, Nudeln, Reis... Toast zum Frühstück! Zwischendurch gab es einen Kiosk mit Chips, was uns alle sehr glücklich gemacht hat ;-)




Anfangs war ich ziemlich skeptisch, wobei gerade die 6. Klasse als sehr ungezogen und frech galt. Doch nachdem ich einige Kids besser kennengelernt habe, und die Kids sich auch untereinander vertragen haben wurde es recht erträglich. Ich würde es sogar schön nennen. Ein Streit von zwei Parteien aus der Klasse wurde geschlichtet und es gab Umarmungen und Händeschütteln hinter - das hat mich echt gefreut!






Außerdem entpuppten sich die "schlimmen" Kinder als recht harmlose, gelangweilte nach Aufmerksamkeit suchende Kids, die hin und wieder mal einen Streich spielen wollten. Ich habe bei dieser Klassenfahrt gemerkt, wie gerne ich mit Kindern arbeiten möchte und das es mich total zufrieden und glücklich macht mit ihnen zusammen unterwegs zu sein. Was mich teilweise sogar überrascht hat ;-) Außerdem habe ich ganz viel Gebet erfahren, ich habe es förmlich gespürt wie ich und auch die Klasse von Gott getragen wurde! Das war ein einmaliges Gefühl! So eine Klassenfahrt würde ich jederzeit wieder machen!!! Ich bin total erschöpft aber um einige Erfahrungen reicher nach Hause gekommen. Und im Moment restlos zufrieden ;-)

Sonntag, 4. Januar 2009

Es Weihnachtet nicht mehr ;-)


Meine verehrten Freunde, liebe Bekannte und alle Leser!


Die letzten zwei Wochen waren wieder einmal voller neuer Ereignisse, die ich unbedingt hier festhalten möchte!

Zum einen war Weihnachten, das Fest der Liebe, Familie und Zusammengehörigkeit - welches ich diesmal ohne Familie dafür aber in einer kleinen gemütlichen Runde feiern durfte.


Zum anderen Silvester, bombastisch, der Übergang zu dem Jahr 2009 und ich war in Bangkok! (Was aber leider nicht so der Hit war)


Das ganze hab ich damit gewürzt, dass ich mit acht weiteren abenteuerlustigen Jugendlichen/jung Gebliebenen auf eine kleine Insel im Süden Thailands verbracht habe. Kho Yao Noi (ein Blick im Internet dürfte interessant sein!) so hieß die süße Insel, auf der wir so gut wie keinen Touristen getroffen haben, dafür aber einige sehr offene Thais!



Unsere Gasthaus-Mutter "Maamáa" war erst der Anfang...(hier rechts auf dem Bild) David wurde zu ihrem Liebling ;-) weil er mit ihr Thai gesprochen hat. Aber auch für Kai stieg sie extra aufs Motorrad *gg* Ausserdem gab sie uns immer wieder gute Tips, was wir machen könnten und verhandelte mit den Songteos(offenes Taxi) einen guten Preis für uns aus was zuletzt dazu führte, das ein Songteo-Fahrer sich zu unserem Freund erklärte und uns auf der Insel zu den Sehenswürdigkeiten herumfuhr. Teilweise tat er es sogar umsonst, er brachte uns zu einem typischen Thai-Fest, wo es viel zu Essen gab und etwas Musik-Programm, außerdem zu einem Privatstrand, wo wir Sonne, weißen Sand, und Wasser nur für uns allein hatten. Ein kleines Holzboot voll beladen mit Kokosnüssen vervollständigte das idyllische Bild! Es war herrlich!



Außerdem sind wir schnorcheln gegangen und haben wunderhübsche Fische direkt aus nächster Nähe gesehen! Ein Fisch hat mich sogar gebissen ;-) dass war dann etwas zu nah für meinen Geschmack... man konnte sogar in einem Fischschwarm mitschwimmen und schauen wie sie an den Algen geknabbert haben - unglaublich!!!



An Sport hat es uns auch nicht gefehlt, es ging los mit Joggen in glühender Morgensonne, später Kajak fahren und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen haben wir abends noch Boot-Camp gemacht *gg* (alle gucken einen Laptop an und machen die Übungen synchron mit) sehr lustig! Da unsere Planungen nicht so ideal waren, und das komplette Sportprogramm in einen einzigen Tag fielen, hatte ich den Rest des Urlaubs Muskelkater^^ was mir auch gezeigt hat, wie wenig ich mich in Chiang Mai bewegt habe. Hier ist es nämlich üblich sämtliche Strecken mit motorisierten Fahrzeugen zu bewältigen, sogar die allerkleinsten (woran ich mich natürlich bedingungslos gehalten habe;-)




Ach ja fast vergessen unsere kleine Motorrad /Quadtour durch den Dschungel! Absolutes Gänsehautfeeling... ein Muss für jeden Abenteurer ;-)



Das Weihnachtsfest auf der Insel fiel recht unspektakulär aus, wir haben gewichtelt, der Paddy hat eine Andacht gehalten und ein Tannenbaum und Kekse haben auch nicht gefehlt. Dank Miriam gab es eine Gitarre und einige Weihnachtslieder! Das Rauschen des Meeres war natürlich ungewohnt schön, wir haben auf einer Art Terasse über dem Meer gefeiert! Ansonsten hat es insgesamt den Zweck erfüllt und uns keine Heimweh-Stimmung eingebracht.



Von der Insel sind wir dann weiter nach Bangkok gefahren um dort Silvester zu feiern. Claudia ist noch dazugestoßen, wir sind zuerst in ein thailändisches Restaurant essen gegangen "MK" was so ähnlich wie Fondue war, und danach haben wir eine kleine interne Feier gehabt! Das merkwürdigste an der Feier war, das wir in Bangkok waren und das Feuerwerk von unserer Sicht aus megaklein war. Also auch nur zwei Minuten lang ca. Danach ging der Verkehr genau wie immer und alles nahm seinen gewohnten Gang ein. Das war eine herbe Enttäuschung für mich! Umso schöner war es dann mitten in der Nacht ein Taxi zu finden, das uns mit Taximeter nach Haus gebracht hat... für uns drei ein echtes Wunder!